Warum es bei Android 3.0 (Honeycomb) nicht ausreichend HD-Apps gibt…

Die neueste Version des Google-Betriebssystems Android sowie Tablets gibt es ja bereits seit Februar und trotzdem ist die Zahl der Apps im Android Market, die die höhere Auflösung ausnutzen sehr überschaubar. Warum ist das so?

Zum einen gab es die Tablets im Februar nur in den USA.
Die Menge ausgelieferter Tablets war nicht besonders groß, es gab überhaupt nur ein Modell (Motorola Xoom)
Die ersten Tablets in Europa kamen erst Ende April in ernstzunehmenden Stückzahlen auf den Markt (Xoom und Acer Iconia). Weitere folgen jetzt aber.

Warum spielt die Menge aber nun eine Rolle?
Dazu muß man wissen, daß ein Großteil der Entwicklung im Android Emulator abläuft. Bis einschließlich Android 2.3.4 war der Emulator auch ohne Probleme nutzbar. Mit der neuen Benutzeroberfläche (und stärkerer Nutzung grafischer Features) war der Emulator unter 3.0 aber so langsam, daß ernsthaftes Testen fast unmöglich war. Man mußte schon sehr geduldig sein, bevor die eingegeben Aktion ausgeführt wurde.
Testen ist für Entwickler eh ein notwendiges Übel, wenn es einem aber dann auch noch so erschwert wird, dann überlegt man zweimal, ob der Zeitaufwand lohnt oder ob man erstmal abwartet. Die Zahl der Tablets auf dem Markt rechtfertigte den Aufwand ja eher nicht.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß ich mich bei meinen Apps um 3.0 erst gekümmert habe, als ich selbst ein Tablet hatte. Zwar habe ich die Apps noch nicht auf das Display optimiert, aber immerhin einen Fehler behoben, der nur unter 3.0 auftrat.

Mit der breiteren Verfügbarkeit der Tablets werden aber mehr HD-Apps kommen, da man damit die Möglichkeit hat seine Apps direkt auf dem Tablet zu debbuggen, was sehr viel performanter läuft als im Emulator.

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